Karte |
Unser Stadtteil Kehlnbach
Die Kehlnbacher Schloßmäus
(Schloßmäuse) |
.
Kehlnbach an einem frostigen
Morgen
Foto: Bernd Nassauer 29/12/2008
Daten
zu Kehlnbach *Stand 21.12.2006
 |
PLZ:
Fläche:
Höhe über NN:
Höchste Erhebung:
Einwohner:
Gesamte Großgemeinde: |
35075
206 ha
Dorfmitte 273 m
(auf der Hardt) 336 m
118 Einwohner
13.210 Einwohner |
Ortslage
Kehlnbach
Kehlnbach ist der kleinste
Stadtteil, der 1324 erstmals als mainzische Zehnte genannt wird.
Kehlnbach ist ein Bauerndorf
in einer ausgesprochen ruhigen und hübschen Lage und liegt etwa 1,5
km westlich der Kernstadt am Fuß des Schloßberges. Die alte
Landstraße von Dillenburg über Gladenbach nach Marburg führte
mit einem Zweig -südostwärts an Kehlnbach vorbei. Kurz vor dem
Anfang des Totenweges nach Gladenbach lag früher ein Teich mit reichem
Amphibienleben (Grasfrösche, Erdkröten, Kreuzkröten, Geburtshelferkröten,
Berg- und Teichmolche). Im März gab es dort ein bemerkenswertes Balzkonzert
knurrender Grasfroschmännchen, und die Geburtshelferkröten läuteten
nachts überall aus den Klippen. Diese aus verkieseltem Schiefer gebildeten
Klippen wirkten früher übrigens noch eindrucksvoller als heute,
weil der Schloßberg bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts unbewaldet
war. An den Klippen hat sich bis heute die weiße Graslilie (Anthericum
IiIiago) gehalten, die man sonst bei uns kaum findet.
Der Teich lieferte früher
Karpfen und andere Speisefische für die landgräfliche Tafel.
Fischmeister war ein Bürger aus Gladenbach, zuständig auch für
andere Gewässer in den Gemarkungen der beiden Orte.
Blick vom Rittersprung
Foto: Bernd Nassauer 03/01/2009
Der aufmerksame Beobachter
entdeckt auf dem obenstehenden Bild die typisch Hinterländer Bauweise
der Burgform: Wohnhaus, Stallungen, Scheune und Vorratsgebäude sind
im geschlossenen Viereck sicherlich zum Schutze vor wilden Tieren angeordnet,
die früher eine Gefahr für den Tierbestand bedeuteten.
Vorgeschichtliche
Funde
An mehreren Stellen der Gemarkung
sind noch deutlich Stufenraine von ehemaligen Äckern aus der Zeit
vor der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes, also vor 1300, zu
finden. Fünf Raine bilden ein 340 m langes Streifensystem im Gebiet
des Fleckensteins nördlich der Straße nach Römershausen.
Reste eines alten Streifensystems sind auch noch in der Hardt und bei den
zwei Eichen zu sehen.
Ortsansicht mit dem
Berg der Burg Blankenstein im Hintergrund Foto:
Bernd Nassauer 05/05/2003
Aus
der Geschichte Kehlnbachs
Kehlnbach war 1324 dem Erzstift
Mainz zehntpflichtig und hatte ihn beim Amtmann auf der Amöneburg
abzuliefern. Der Ort wird deshalb in den seit jenem Jahre erhaltenen Kellereirechnungen
zum ersten Male erwähnt als Kehlnbach. Mit 3 Maltern Weizen und 2
Maltern Hafer konnte sich das Dorf durchaus mit anderen kleinen Ortschaften
unseres Raumes wie Ammenhausen (2 und 11/2 Malter) messen.
Kehlnbach war ein Dorf und
kein einzelner Hof, obwohl um 1400 nur noch ein Gehöft übrig
geblieben war. Es gehörte Lotzichen Scheffer, und war mit 10 Gulden
Vermögen veranschlagt worden und hatte damit eine Größenordnung,
die unter dem Existenzminimum lag. Andere Höfe müssen also unbewirtschaftet
geblieben oder wüst gewesen sein.
An Katastrophen, die in
jener Zeit kleinere Ortschaften ganz oder fast auslöschten, sind uns
nur die Pest aus den Jahren 1348-1350 bekannt, und es ist wahrscheinlich,
daß sie das Dorf, das gegen militärische Gefahren verhältnismäßig
sicher im Schutz des Blankenstein lag, fast zur Wüstung gemacht hatte.
1502 gab es drei, 1546 fünf,
1577 sieben und 1585 acht Höfe. Vier Bauern hielten insgesamt acht
Pferde. 1630 waren es nur noch sechs Häuser. Die nach wie vor vier
Bauern besaßen noch sechs Pferde. Wahrscheinlich hatte die Pest von
1624 bereits ihre Spuren hinterlassen. Von alters her standen die Gefälle
zweier Höfe der Gladenbacher Kirche zu. Sonstige Lehnsherren gab es
1577 außer Philipp Rode und Philipp von Bürgeln, denen einige
einzelne Grundstücke gehörten, nicht.
Aus dem Kriegsjahr 1633
sind keine Schäden gemeldet worden, aber die Pest forderte unter den
12 bedepflichtigen Einwohnern 1636 vier Opfer. 1640 entstanden den sechs
Gehöften Schäden und Verluste in Höhe von 231 Reichstalern
6 Albus 6 Pfennige darunter 8 Mött Korn, 1,75 Mött Gerste, 109,25
Mött
Hafer und 7 Wagen Heu. Am Ende des Hessenkrieges, der das Dorf nicht verschonte,
weil er zur Belagerung und Zerstörung des Blankenstein führte,
war zu dem einen leerstehenden Haus ein weiteres hinzugekommen und so gab
es Ende des Dreißigjährigen Krieges nur noch vier bewohnte und
bewirtschaftete Höfe. Zwei standen leer.
Das
Wachstum nach dem Kriege:
Die Häuser
|
1666
|
1700
|
1750
|
1780
|
1810
|
|
4
|
6
|
8
|
11
|
12
|
Einwohner
|
1834
|
1846
|
1885
|
1900
|
1925
|
1939
|
1946
|
1950
|
1961
|
1970
|
|
79
|
85
|
94
|
84
|
93
|
93
|
153
|
137
|
103
|
102
|
1835 ,Kelnbach, evangelisches
Filialdorf, 1/4 Stund von Gladenbach, hat 75 Einwohner, welche sich größtentheils
mit Ackerbau beschäftigen" (Amtsarzt Dr. Deibel in seiner medizinischen
Topographie).
1961 arbeiteten 33 Personen
in der Land- und Forstwirtschaft, 18 im prod. Gewerbe, 12 in Handel und
Verkehr und 2 in Dienstleistungen und sonstigen Berufen.
Pferdekoppel in den
Kehlnbacher Wiesen
Foto:05/05/2003
Geldbußen
für abgestandene Fische aus dem Kehlnbacher Teich
Der Teich bei Kehlnbach muß
in früheren Jahrhunderten erheblich größer gewesen sein
als in unserem Jahrhundert. Wenn er abgefischt wurde, griff man soviel
Fische, daß bis zu sechs Wagen für den Transport nach Marburg
zur Iandgräflichen Küche im Schloß nötig waren. Nicht
immer gelang es,
die Fische auch in frischem
Zustand dorthin zu bringen. In den Rechnungsbüchern des Amtmannes
vom Blankenstein aus dem
Jahre 1608 findet sich ein Eintrag, aus dem hervorgeht,
daß strenge Maßstäbe
galten.
Es heißt dort: Nachbenannte
Dorfschaften - Endbach, Günterod, Römershausen, Weidenhausen,
Wommelshausen und Bottenhorn - haben Fische aus dem Kehlnbacher Teich gen
Marburg gefahren, "sinndt des Morgens zu langsam kommen, dahero die fisch
abgestanden, hat der Hausmarschall befohlen, von jedem Wagen ein Gulden
Strafe einzubringen
Die Ortschaften haben prompt
bezahlt. Sechs Gulden insgesamt sind als Eingang in die Amtskasse verbucht.
Um
1730: Keilerei im Gasthaus zu Kehlnbach
Kehlnbach muß am Anfang
des 18. Jahrhunderts ein Gasthaus besessen haben, vielleicht dort, wo um
1900 ein Ausschank war, auf dem Grundstück "Groabe" (heute Burk).
Die Beschreibung, die der Kupferstecher Johann Georg Will (5. 394) in seinen
Erinnerungen gibt, trifft jedenfalls auf Kehlnbach zu. Er schreibt über
die Zeit, in der er beim Kunstmaler Kuhn in Gladenbach in der Lehre war:
,Damals bat ich Herrn Kuhn, mir die Ruinen des alten Schlosses Blankenstein
zu zeigen, die auf einer Höhe hinter dem neuen Schloß in geringer
Entfernung von Gladenbach lagen und die ich gern zeichnen wollte. Er führte
mich wirklich eines Tages hin. Da es außerordentlich heiß war,
traten wir in das Gasthaus eines Dorfes ein, das in einem Tal hinter den
Ruinen lag, nur um uns zu erfrischen. Es war Sonntag. Das Gasthaus war
gefüllt mit Bauern, die Bier tranken. An einem Tisch saßen mehrere,
die sich heftig unterhielten und sich bald in den Haaren lagen. Wir verließen
unsern kleinen Tisch, um die Tür zu er reichen, und als ich dort stehen
blieb, zog Herr Kuhn mich an meinem Rock, damit wir weggingen; aber ich
folgte ihm nicht. Ich wollte sehen und sah auch wirklich schreckliche Mienen,
Faustschläge ins Gesicht, in den Magen, verkrampfte Stellungen, Kleider
zerrissen, Bänke und Krüge mit dem Tisch umgeworfen, die Bewegungen
derjenigen, die die Streitenden zu trennen suchten. Wir hörten die
Flüche dieser Rasenden und die Schreie der Wirtin, der Dienstmädchen,
des ganzen Hauses." Man sieht das Bild förmlich vor sich. Hier beschreibt
ein Künstler eine Szene, die er schon im Entwurf zeichnet. Tatsächlich
fertigt der kleine Johann Georg Will - er mag damals 12 bis 15 Jahre alt
ge wesen sein - am nächsten Tage im Atelier des Meisters Kuhn an der
Bornsbach in Gladenbach eine gelungene Zeichnung von der Gasthauskeilerei
an. Es sprach sich das schnell in Gladenbach herum, und viele kamen auf
einen Sprung zu Kuhn herein, um das Bild zu sehen. Die Gesichter waren
so naturgetreu wiedergegeben, daß man alle am Streit Beteiligten
erkennen konnte.
Ein Mitglied der jüdischen
Gemeinde bot einen halben Gulden, aber ein interessierter Krämer aus
Gladenbach - ein "Spezereihändler" (Gewürzhändler) - bot
mehr und trug das Bild davon. Er soll das Bild dann in seinem Laden aufgehängt
und da mit seinen Umsatz erheblich gesteigert haben, denn alle Welt kam
nun, die "Schlacht der Bauern" zu sehen und die vor Zorn entstellten Gesichter
zu identifizieren. Will schreibt:
"Die Spekulation des Händlers
war begründet: er verdiente mehr, als seine Auslagen betrugen. Und
ich - ich besaß außer meinem Ruf, der sich unter dem Volk gefestigt
hatte, den ersten Taler, den mir mein noch winziges Talent eingebracht
hatte" (aus den Memoiren J. G. WilIs in der Übersetzung von Dr. E.
Blöcher, 1955).
"Umgang
mit dem zurückhaltenden Landvolk" - die Trachtenbilder des Professors
Justi
Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts
durchstreifte Ferdinand Justi, hochgelehrter Professor an der Universität
Marburg, weite Teile der Umgebung, um die Vielfalt der Trachten in Bildern
festzuhalten. Er wollte das tun, so lange es noch gut möglich war.
Er ahnte damals schon, daß die zunehmende Verstädterung die
Trachten allmählich verdrängen würde. Über seine Tätigkeit
selbst schreibt er: "Der Verfasser befand sich in der günstigen Lage,
an einem Ort zu wohnen, in dessen Umgebung die mannigfaltigsten Volkstrachten
miteinander abwechseln . . . alle Orte, die erwähnt werden ... sind
von ihm an freien Tagen zu Fuß durchstreift worden.' Die Stunden,
die er dann mit Malen verbrachte, waren ihm ein erwünschtes Gegengewicht
zu seiner Gelehrtentätigkeit unter Büchern und Papier. Er stellt
bei seiner Tätigkeit auch soziologische Überlegungen an: "Der
Umgang mit dem anfänglich zurückhaltenden Landvolke bringt manche
Unbequemlichkeit und Entsagung mit sich, der Unterschied der Bildung und
der Beschäftigung, läßt eine dauernde Annäherung nicht
zu, doch sobald man sein Vertrauen durch ein richtiges, ebenso von von
vornehmer Herablassung wie von unschicklicher Vertraulichkeit freies Benehmen
erlangt hat, erkennt man seine gute Eigenschaft, Gottvertrauen, Anhänglichkeit
an die Freunde und edle Gastfreiheit, und sieht hinweg über Härte
und mißtrauisches Wesen, Wirkungen schwerer Arbeitslast und früher
erlittner Bedrückung und Übervortheilung durch die bessern Stände..."
Katharina
Lotz - Porträt einer Frau in Blankensteiner Abendmahlstracht
Katharina Lotz in Blankensteiner
Abendmahlstracht, 19. Jahrhundert
2. Hälfte (nach F.
Justi) |
Das
Porträt der Katharina Lotz dürfte sehr ähnlich sein. Denn
um Ähnlichkeit im Gesicht hat Professor Justi sich immer bemüht.
Wie weit das für den Raum zutrifft, in dem sie steht, ist schwer zu
sagen. Das Bild im Hintergrund rechts hat allerdings in Wirklichkeit dort
nicht gehangen. Es ist von Justi hinzugefügt worden, weil er das historische
Vorbild der ,Schneppekapp' zum Vergleich in sein Gemälde bringen wollte.
Diese Kappenform war in Deutschland in der städtischen Gesellschaft
des 16. Jahrhunderts modern. Man hatte hier italienische Mode nachgemacht.
Vor rund 400 Jahren war diese Kappe für junge Damen der letzte Chic.
Von 1700 an wird diese Haubenform - Hemmschuhhaube, wie Justi sie nennt
- als ,Schniepe' oder ,Schneppe' bezeichnet. Die Kappe wird dann zu einem
Teil der bäuerlichen Tracht, die ihrerseits eine Übernahme von
Kleidern der vornehmen Gesellschaft darstellt. In der Form, wie Katharina
Lotz die Kappe trägt, ist sie charakteristisches Merkmal der Tracht
des Amtes Blankenstein. Zwischen den beiden gleichen Seitenteilen hat die
Haube ein Mittelstück, das mit Pappe versteift ist. Es reicht von
der Stirn bis zum Nacken. Daran sitzen breite schwarze Bänder. Am
hinteren Teil ist die Kappe ausgeschnitten für die nach hinten fallenden
Zöpfe. |
| Katharina Lotz
hat sich zum Gottesdienst mit Abendmahl fertig gemacht. Diesen Moment hat
Justi in seinem Bild fest gehalten. U. Leinweber, Leiter der Abt. Volkskunde
bei den Staatlichen Kunstsammlungen Kassel, beschreibt die Tracht (1983):
Neben der Schneppekapp gehört ein schwarzes Halstuch, zwei große
weiße Bandschleifen ("Doppelquast"), ein Unterrock aus weichem Wollstoff
(sog . Büffel'), ein Hemd aus weißem Leinen mit GlockenärmeIn
und ein schwarzes Oberhemd aus glänzender gesteifter Leinwand mit
breiten, gebauschten Ärmeln (das Halstuch', das nicht mit der eigentlichen
Halsbedeckung verwechselt werden darf), enge Stauchen mit verzierten Samtborten,
ein mit floralen Motiven (Anm.: Blumenmotiven) aus Silberfäden reich
besticktes Samtbrusttuch, ein schwarzes Mieder, die ,Brust', an die der
gleichfarbige, eng gefältelte Rock angenäht ist, eine gleichfalls
eng gefältelte Schürze, weiße Strümpfe und schwarze
Halbschuhe.. |
Papierkrieg
um eine Verehelichung
Katharina Lotz, geb. Aßmann,
wurde am 10. September 1848 in Römershausen geboren. Als Johann Jakob
Lotz aus Kehlnbach sie heiraten wollte, beantragte er Genehmigung beim
Gemeinderat. Am 13. Februar 1868 wird der Antrag eingereicht:
"Gesuch des J. Jakob Lotz
zu Kehlnbach um ortsbürgerliche Niederlassung in die Gemeinde daselbst
und Verehelichung mit meiner Braut Katharina Aßmann von Römershausen."
Es heißt dann weiter: Ich habe mich mit meiner Braut Katharina Aßmann
versprochen, und wir wollen unsere Ehe demnächst priesterlich bestätigen
lassen, bevor das geschehen könne, so wollte ich hiermit verehrlichen
Ortsvorstand dafür bitten, mir mein Gesuch genehmigen zu wollen, und
ich habe auch schon das 25te Lebensjahr zurückgelegt."
Die Mitglieder des Gemeinderats
genehmigen das Gesuch. Der Bescheid trägt die Unterschrift von:
J. Jost Happel
J. Jost Ort
J. Georg Schmidt
J. Ludwig Schmidt |
Joh. Ullrich
J. Jost Burk
Adam Lotz |
Es beglaubigt die Richtigkeit
der Bürgermeister Thomas aus Weidenhausen, damals Bürgermeister
für Kehlnbach und Weidenhausen.
Katharina Lotz verbrachte
ihr Leben in Kehlnbach (in ,,Hinnerichs") und starb am 17. Juni 1918.

Kehlnbachs
Umgebung läd zum Wandern ein... Entspannung und Ruhe pur. Foto:
B. Nassauer 05/05/2003
Zeittafel
Kehlnbach
| 1832 |
Als Vertreter des Bürgermeisters
amtiert der Beigeordnete Stauß Kehlnbach.
Die Bürgermeisterei
ist in Weidenhausen (Thomas) Pfarrvikar Corndörfer schafft
für die Schule an eine
bibl. Geschichte und eine neue Karte von Europa.
Lehrer Hof, Erdhausen, ist
Schulvikar von Kehlnbach |
| 1833 |
Es müssen noch Kriegskosten
bezahlt werden, für die Zeit vor 180750 fl,
für die Zeit danach
150 fl |
| 1883 |
Die Gemeinde führt
einen Prozeß mit der Königlichen Regierung zu Wiesbaden,
weil sie die Schulkinder
nicht in die 5 klassige Schule Gladenbach schicken will.
Die Gemeinde verliert den
Prozeß. |
| 1895 |
84 Einwohner werden gezählt |
| 1898 |
Kehlnbach wird eigene Bürgermeisterei.
J. Jost Happel ist von da an Bürgermeister
bis zum Jahre 1909 |
| 1913 |
Die Gemeinde und der Verschönerungsverein
von Gladenbach legen gemeinschaftlich einen Fußpfad für die
Schulkinder an. Er führt vom Brandweiher durch die Klippen des Schloßberges
zur alten Straße |
| 1919-1920 |
Bau einer elektrischen Licht-
und Kraftanlage durch die Firma Siemens und Schuckert, Frankfurt am Main,
zum Preise von 5690,50 Reichsmark.
Eine Transformatorenstation
wird eingerichtet |
| 1921 |
Eine Gemeindeviehwaage mit
Fernsprechanlage wird gebaut. Die Schafzucht lebt wieder auf. Kehlnbach
gründet mit Gladenbach zusammen eine Schäfereigenossenschaft |
| 1928 |
Die Gemeinde besteht jetzt
aus 18 Haushaltungen |
| 1933 |
Statistische Angaben: Fläche
= 206 ha. 98 Einwohner. Viehbestand: 15 Pferde, 137 Stück Rindvieh,
97 Schweine, 216 Hühner, 20 Tauben und 10 Bienenvölker.
Der Verkauf von Schlachtvieh
bewegt sich zwischen 80 und 90 Stück |
| 1946 |
Kehlnbach hat seine höchste
Einwohnerzahl. Mit Altbürgern, Evakuierten, Flüchtlingen und
Vertriebenen wohnen etwa 150 Personen in Kehlnbach |
Blick auf den Rittersprung
Foto: Bernd Nassauer 15/04/2007
Auf der Höhe der Kehlnbacher
Strasse gibt es von Gladenbach den Klippenweg,
der unterhalb des "Rittersprungs"
einmündet.
Hier soll der Sage nach
um Mitternacht "Die weiße Frau vom Blankenstein" umgehen.
|