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Unser Stadtteil Rachelshausen
Die Rachelshäuser
Lompeleu (Lumpenleute) |
Rachelshausen ist mit 420
m über NN
der höchste Stadtteil
am Südhang der waldreichen Allberge.
Foto: Bernd Nassauer 15.04.2007
Themenlinks:
Daten
zu Rachelshausen *Stand 21.12.2006
 |
PLZ:
Fläche:
Höhe über NN:
Höchste Erhebung:
Einwohner:
Gesamte Großgemeinde: |
35075
302 ha
Dorfmitte 340 m
(Daubhaus) 552 m
177 Einwohner
13.210 Einwohner |
Ortslage
Rachelshausen
Rachelshausen ist der höchstgelegenste
Stadtteil Gladenbachs und liegt 4,5 km nordwestlich der Kernstadt. 1336
erstmals Urkundlich als Racheboldishusin erwähnt.
Es ist ein zweigliedriges
Dorf im Talschluß eines Bachlaufes, der zur Salzböde zieht.
An dem Ort führte im Mittelalter ein alter Höhenweg vorbei. Es
war ein wichtiger Verkehrsweg für die Verbindung zwischen Niederrhein
und Thüringen. In Siedlungsnähe befinden sich Steinbrüche,
in denen seit 1880 Diabas gebrochen und verarbeitet wurde. Dieser Ort verdankt
seinen Wohlstand seinen Steinbrüchen. Hier gab es das größte
Diabasvorkommen in Hessen. Der Diabas, auch Grünstein genannt und
als "Hinterländer Marmor" bekannt, ist ein seltener und begehrter
Stein. Zuerst 1664, dann um 1732 und um 1840 belieferte die Grube "Ritschtal"
bei Rachelshausen die Ludwigshütte mit Roteisenstein. Später
wurden in dieser Grube vor allem Kupfer- und Bleierze gefördert. 1963
gaben die Steinbrüche noch 80 Leuten Arbeit. Heute ist der Bergbau
im Hinterland nahezu bedeutungslos. Der Steinbruch, sowie 2 alten Linden
auf dem neuen Friedhof sind heute Naturdenkmale.
Goldener Oktober im Steinbruch
© Bernd Nassauer - 2009
Rachelshausen hat Luftkurortcharakter
und der Besucher hat von
hier einen der herrlichsten Ausblicke ins hessische Land.
Vorgeschichtliche
Funde und Bodendenkmäler
Am Allberg (527,7 m) befinden
sich umfangreiche Terrassenanlagen, Erhöhungen und Lesesteinhaufen.
Sie ziehen sich auf der Nord-Nordwest-Seite bis zum Hünstein hin.
Vermutlich stammen sie aus der Späthallstatt- oder Frühlatenezeit
(1000 bis 500 v. Chr.). Am nördlichen Zipfel eines Steinbruchs auf
dem Daubhaus fand man 1884 ein zerbrochenes Gefäß. Ein Fuchs
hatte es aus seinem Bau gescharrt. Im Inventar der vor- und frühgeschichtlichen
Denkmäler von Hessen (1973) wird der Fund wie folgt beschrieben: "Kleines,
rötlich dunkelbraunes Gefäß mit 5-förmig nach außen
weisendem Rand. Auf der Schulter umlaufend 2 cm unter dem Rand eine Fingertupfreihe.
Der abgesetzte Boden ist umlaufend mit einer Nagelkerbenreihe verziert."
Der Fund befindet sich im A. 0. Museum Wiesbaden.
Vorgeschichtliches Gefäß.
(Nach Inv. vor- u. frühgesch. Denkm. Hessen, 1973)
Aus der Geschichte Rachelshausens
Am 10. August 1336, dem Sterbetag des Heiligen Laurentius, dem die kleine
Kirche auf dem Gladenbacher Friedhof geweiht war, verkaufen die Ritter
Tammo von Muschenheim und Kraft von Bellersheim ihre Gülte in Rachelshausen
(Racheboldishusin) in Höhe eines jährlichen Zinses von vier Schillingen
Kölnischer Pfennige, einem halben Malter Käse, zwei Gänsen,
zwei Hühnern und zwei Fastnachtshühnern an den Deutschen Orden
in Marburg. 1344 wird das Dorf in dem "Mann- und Güterbuch der von
Bicken" Rachwaldishaußen geschrieben. Die Bewohner hatten ebenso
wie ihre Nachbarn, die Runzhäuser, den Zehnten an die Herren von Bicken
abzugeben. Die Schreibweise des Bickener Kanzlei beamten dürfte der
Aussprache am nächsten gekommen sein. Um 1400 schreibt man Racholtzhusen,
1502 Racheltzhusen und ab 1546 bleibt es dann bei der heutigen Schreibweise
Rachelshausen.
Um 1400 hatte das Dorf fünf
Hausgesäße, von denen wir allenfalls den ,,ysernhentze mit seinen
vier Gulden Vermögen als Nicht-Bauern ansprechen können. Vielleicht
hatte er den Namen bekommen, weil er im Erzbergbau tätig war. Bis
1502 nahm die Zahl der Gehöfte nicht zu, ein Zeichen dafür, daß
die kargen Böden an den Allberghängen keine Erweiterung der wirtschaftlichen
Flächen zuließen. Ja, man muß sogar annehmen, daß
sich die wenigen Bauern dort oben nur deshalb hielten, weil die Hohe Straße,
die unmittelbar an Rachelshausen vorbeiführte, ihnen durch die Möglichkeit
des Vorspanns bei den Kaufmannszügen zusätzliche Einnahmen versprach.
1585 gab es bereits neun
Häuser, darunter sechs Bauern mit insgesamt 16 Pferden. Da die Felder
im allgemeinen mit Ochsen bestellt wurden, bestätigt die hohe Zahl
an Pferden nur noch die bereits angesprochene Verdienstmöglichkeit
durch Vorspann. Sie wirkte sich offensichtlich in einer intensiven Pferdezucht
aus. 1630 hatten acht Bauern immerhin noch 13 Pferde.
Der Dreißigjährige
Krieg spielte auch diesem Dorf mit. Es mußte 1633 mit 119 Reichstalern
zur Unterhaltung des Obristen Franz von DahIwig, der in Gladenbach agierte,
beitragen. 1635 starben von 17 bedepflichtigen Einwohnern zwei an der Pest.
Möglicherweise hatten sich die Bewohner ähnlich wie die Bevölkerung
Lohras in den Wäldern in Sicherheit gebracht und waren deshalb von
den schlimmsten Folgen der Seuche verschont geblieben. 1640 mußten
die sechs Landwirte immerhin noch 365 Reichstaler für Unterhaltung
der befreundeten kaiserlichen Truppen und für angerichtete Schäden
aufbringen. Am Ende des Krieges standen von acht Höfen drei leer.
Der älteste Hof ist Schwermisch. Zu den älteren Hausnamen, die
ebenfalls aus der Zeit vor dem Kriege stammen, gehören Fuss, Hinnisoh
und Kirche.
Nach dem Kriege gab einer
der Deutsch-Ordens-Höfe die alte Hofreite auf und baute neu (Gehannes).
1731 wurde die stillgelegte Hofreite mit Ländereien eines anderen
Lehens wieder bewirtschaftet (Owwischte Schwermisch). Hinnisch teilte mit
Zustimmung des Lehnsherrn sein Lehen. Der neue Hof heißt heute Millisch,
aus "0wwischte" ging Roths, aus Fuss "Schreinisch hervor.
Die Bauernbefreiung hatte
zu den Neuordnungen beigetragen, und sie hatte noch weitere Folgen:
Der Lehenshof, der früher
den Herren von Dernbach gehörte hatte (Schmitts) und der Hof der Herren
von Linsing (Hausname Linse), dessen Lehnsherr zuletzt die Kirche in Holzhausen
war, wurden nach der Allodifizierung aufgelöst. Die Besitzer wanderten
nach Amerika aus. Es entstanden insbesondere die Höfe Gertmanns und
Nauhaus neu.
1835 "Rachelshausen evangel.
Filialdorf, 1 Stunde von Gladenbach mit 87 Einwohnern, welche Ackerbau
treiben. Es ist daselbst eine ergiebige Eisengrube, welche die Eisensteine
auf die Ludwigshütte liefert" (Amtsarzt Dr. Deibel in seiner medinzinischen
Topographie).
1867 arbeiteten 76 Personen
in der Landwirtschaft, fünf im Bergbau- und Hüttenwesen und drei
im Verkehrs wesen.
1961 gab es in der Land-
und Forstwirtschaft noch 27 Personen, 34 im produzierenden Gewerbe, neun
in Handel und Verkehr, fünf in Dienstleistungen und sonstigen Berufen.
Wachstum
nach dem Kriege:
Einwohner
|
1834
|
1885
|
1900
|
1925
|
1939
|
1950
|
1961
|
|
76
|
77
|
110
|
100
|
101
|
165
|
173
|
Eine
"Einklassige" mit Niveau - Aus der Rachelshäuser Schulgeschichte
Wenn man bedenkt, es ist
eigentlich noch gar nicht so lange her, daß die schulpflichtigen
Kinder von Rachelshausen auswärts, nämlich nach Römershausen,
zur Schule gehen mußten. Herr Lehrer Müller hatte da bis zu
70 Kinder zu unterrichten, und das war keine einfache Sache. Busverkehr
gab es damals noch nicht, der Schulweg war zugleich ein Fußweg.
Wir können uns vorstellen,
wie mühselig an heißen Sommertagen der Heimweg für Jungen
und Mädchen zum 100 m höher gelegenen Heimatort war; so mancher
Tropfen Schweiß wird da geflossen sein. Umgekehrt war es dann im
Winter, da mußte oft bei eisiger Kälte durch tiefen Schnee gestapft
werden, und mitunter war der Feldweg zum Hanig randvoll bis zur Böschung
zugeschneit, so daß es vorkam, daß die Kinder zu Hause bleiben
mußten, worüber sie natürlich nicht traurig waren.
Ausstattung
mit Lehr- und Lernmitteln
Und dann hatte Rachelshausen
wieder seine eigene Schule und seinen Lehrer. Zwar war die Zahl der Schüler
nicht groß, doch der Unterricht war ausgezeichnet. In Fachkreisen
hatte die Rachelshäuser Schule einen guten Ruf. Mit Geschick verstand
es Herr Link, der nebenher noch passionierter Waidmann war, aus der Schule
eine Lern- und Arbeitsstelle zu machen, die den Schülern hervorragende
Kenntnisse auf allen Gebieten vermittelte. Dies kann ich bezeugen; denn
als ich im Februar 1946 ein paar Tage an seinem Unterricht als Beobachter
teilnahm, war ich über die Arbeitshaltung, die selbständige Mitarbeit
der Schüler sowie ihr Wissen erstaunt. Diese Schule hatte Niveau!
Von Bedeutung für den
erfolgreichen Unterricht war aber auch die erstaunliche Ausstattung des
Klassenraumes. Die Schule besaß - und das war eine Seltenheit - einen
Bildwerfer (Episkop), der sofort im Unterricht eingesetzt werden konnte.
War beispielsweise in Geschichte die Rede von den alten Ägyptern,
so war in der Bildkartei bestimmt ein Bild von den Pyramiden zu finden.
Diese Bilder waren zum Teil aus Zeitungen oder Illustrierten herausgeschnitten
und von den Schülern auf festen Karton geklebt worden. Sie standen
alphabetisch geordnet im Schrank an der Stirnseite des Klassenzimmers.
Sollte nun das Bild von den Pyramiden gezeigt werden, so lief alles wie
am Schnürchen ab. Ein Junge bediente das Episkop. Es war auf einem
Drehgestell an der Fensterwand installiert. Ein anderer Schüler ließ
die Leinwand an der Tafelseite herunter, andere verdunkelten den Raum.
So war im Nu das gewünschte Bild für den Unterricht bereit und
vermittelte den Kindern eine Vorstellung von der Wirklichkeit. Wie sagte
doch der große Pädagoge Pestalozzi: Anschauung ist das Fundament
aller Erkenntnis.
Der Schrank an der hinteren
Wand, in Eigenarbeit erstellt, barg wichtige Dinge. Neben Schwamm und Kreide
gab es da auch vielerlei Werkzeuge, mit denen die Schüler lernten
umzugehen. So waren auf dem Schrank im Unterricht angefertigte bewegliche
Figuren aus Sperrholz zu sehen, eine Frau am Butterfaß z.B. oder
ein Bauer, der Holz sägte usw. Stellte man ein Motörchen an,
so waren alle Figuren über Transmissionen in Bewegung. Herr Link war
ein Pädagoge der sog. Arbeitsschule. Die Schüler sollten nicht
nur theoretische, sondern auch praktische Kenntnisse er werben.
Ein weiteres ausgezeichnetes
Hilfsmittel für den Unterricht war der Geschichtsfries, der über
dem Schrank zur anderen Wand langlief. In symbolhaft einprägsamen
Bildern waren die wichtigsten Daten der Vergangenheit in der Reihenfolge
ihres geschichtlichen Ablaufs dargestellt. Christi Geburt z. B. mit einem
Kreuz und einer goldenen Sonne dahinter, so wie es in dem schönen
Lied von Paul Gerhardt heißt: Die güldne Sonne voll Freud und
Wonne bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen ein herzerquickendes,
liebliches Licht. Ja, die Orientierung im Unterricht war der christliche
Glaube, dem Herr Link auch gerade in der Hitlerzeit treu blieb.
Abteilungsunterricht
Während nun der Lehrer
mit den älteren Schülern interessante Vorgänge z.B. aus
der Geschichte besprach, saßen die Kleinsten an ihren Schiefertafeln
und malten I-Männchen. Dabei mögen die pfiffigen Kerlchen schon
manche Einzelheit aus dem Unterricht der Großen aufgeschnappt und
ihrem Gedächtnis eingeprägt haben; sicher kein Fehler. Den Begriff
der Völkerwanderung z.B. haben die Schüler so im Verlaufe ihrer
Schulzeit nicht nur einmal gehört. Dazu kam noch das Bild auf dem
Geschichtsfries - dargestellt war ein Planwagen mit Pferden und der Jahreszahl
375 n. Chr. - das sie ständig vor Augen hatten. Es gilt auch heute
noch: ohne ausreichende Wiederholung keine dauerhaften Kenntnisse!
Natürlich konnte ein
guter Rechner schon mal am Unterricht der nächst höheren Gruppe
teilnehmen, natürlich mußten die größeren Schüler
auf die kleineren Rücksicht nehmen, natürlich mußte ein
schwacher Schüler nicht gleich sitzen bleiben; denn der Lehrer kannte
seine Geschwister und wußte, dieser Schüler braucht nur seine
Zeit, sich zu entwickeln, dann kommt auch er im Unterricht besser mit.
Ich möchte an dieser
Stelle der damaligen Dorfschule ausdrücklich ein Lob aussprechen:
sie hat den Kindern ein gutes Grundwissen vermittelt, sie hat in ihrer
Überschaubarkeit gute soziale Kontakte gefördert, sie hat die
Kinder zur Liebe zu ihrer Heimat erzogen, und sie hat unübersehbar
ein zuverlässiges Erziehungsziel gehabt; dies alles natürlich
unter Berücksichtigung der damaligen acht Pflichtschuljahre.
Überfall
durch DPs
Ein Erlebnis, was für
die Wirren der Nachkriegszeit typisch war, möchte ich noch erzählen:
Wie schon gesagt, sollte
ich zu nächst im Unterricht von Herrn Link hospitieren. Das war vor
nunmehr genau 40 Jahren. Wie erstaunte ich aber, als ich just an jenem
ersten Besuchstag den Lehrer mit verpflastertem Kopf im Bett liegend vorfand.
Was war geschehen? Am Abend vorher hatten Herr Link und sein Kollege Wesche
aus Bellnhausen in der Küche Schach gespielt. Plötzlich wurde
die Tür aufgerissen, und zwei Ausländer - es waren freigelassene
Polen (DP - dissipated persons), die auf den Dörfern zur Arbeit eingesetzt
waren - stürmten mit Pistolen bewaffnet herein. Einer der beiden bewachte
mit seiner Waffe die beiden Schachspieler, der andere rannte die Treppe
hoch, anscheinend um bei der dort wohnenden aus Frankfurt evakuierten Familie
nach wertvollen Sachen zu suchen. Während der Unruhe im Hause hantierte
der Pole in der Küche mit seiner Waffe herum, um sie zu überprüfen.
Die Pistole schien eine Ladehemmung zu haben, denn Herr Link beobachtete,
wie der Mann das Magazin herausnahm. Der Augenblick war günstig, Herr
Link sprang auf, drückte mit dem vor ihm stehenden Tisch den Mann
zu Boden, der schlug ihm im Fallen mit der Pistole auf den Kopf, so daß
Herrn Links Brille entzweiging.
Die entstandene Verwirrung
nutzend, stürzten die beiden Überfallenen aus dem Haus dem Dorfe
zu, um die Kirchenglocke zu läuten. Ehe aus Gladenbach die Militärpolizei
mit ihrem Jeep erschien, waren die beiden Polen schon über alle Berge,
allerdings ohne etwas mitgenommen zu haben.
Das
Ende der Einklassigen (Erinnerungen von Joachim
Ehrlichmann)
Ich wurde so durch diese
Umstände gezwungen, ohne jegliche Vorbereitung zu unterrichten. Da
die Schüler aber genau wußten, was dran war, kam ich mit meiner
allerersten Schularbeit im Hessenland, so glaube ich, ganz gut zu Rande.
Meine eigentliche Dienstzeit
in Rachelshausen waren die Jahre 1950 bis 1951. Damals kamen im Frühjahr
1951 Brigitte Pipa und Karin Dittmann in die Schule, mit Brezel und Zuckertüte
versteht sich. Genau 1 Dutzend Schüler besuchten damals den Unterricht.
Es waren dies:
-
Heinz Pfeiffer
-
Hannelore Kaut
-
Erika Schmidt
-
Ursula Kaut
-
Inge Dittmann
-
Jürgen Berger
|
-
Reinhold Jung
-
Dietmar Miksch
-
Annelore Scheld
-
Karin Dittmann
-
Renate Miksch
-
Brigitte Pipa
|
Außer mir waren noch
folgende Lehrer an der Rachelshäuser Schule tätig: Walter Sondergeld,
Otto Krötz, Walter Wolf und Herr Warchol. Schließlich kam 1952
Herr Wilimzig nach Rachelshausen, bis er in Biedenkopf baute und 1964 dorthin
versetzt wurde. Danach übernahm Herr Janz den Unterricht bis zur Schließung
der Schule im Jahre 1969.
Zeittafel
Rachelshausen
| 1893 |
Johann Wege wird erster
Bürgermeister |
| 1900 |
Bau der ersten Wasserleitung,
Johann Häuser verunglückt tödlich |
| 1901 |
Dreschmaschine mit Dampfkesselantrieb
zum ersten Male eingesetzt |
| 1902 |
Schließung der Gruben
Wiederhoffnung und Ritschtal |
| 1907/1908 |
Bau der neuen Straße
nach Runzhausen |
| 1908 |
Großbrand im Dorfzentrum
(U. und Ö. Schwermisch, Hinnisch) |
| 1911 |
Gründung des Obst-
und Gartenbauvereins Römershausen/Rachelshausen |
| 1913 |
Erster elektrischer Strom;
die Wasserleitung wird zum Schulhaus gelegt |
| 1926 |
Bau des Backhauses mit Spritzenhaus |
| 1931 |
Anlage eines Lehr- und Versuchsgartens
im Schulgarten durch W. Link |
| 1934 |
Bau der neuen Wasserleitung |
| 1935 |
Die Pflichtfeuerwehr erhält
einen Schlauchwagen |
| 1936 |
Der Dorfteich wird Feuerlöschteich |
| 1946 |
Die ersten Heimatvertriebenen
kommen |
| 1949 |
Erste und bisher einzige
Kirmes |
| 1950 |
Die ersten Traktoren werden
gekauft |
| 1951 |
Eröffnung der Gaststätte
,,Zur schönen Aussicht" |
| 1953 |
Das Lebensmittelgeschäft
Benner eröffnet |
| 1954 |
Ende der Flurbereinigung;
Beginn des Baues der Straße nach Bottenhorn auf Rachelshäuser
Gemarkung durch die Firma Jakob Müller, Gönnern. Ministerpräsident
Georg August Zinn besichtigt Steinbruch und Straßenbau; Errichtung
des neuen Kriegerdenkmales. |
| 1955 |
Gründung der Freiwilligen
Feuerwehr, Heinrich Dittmann wird Wehrführer |
| 1956 |
Bau des Schotterwerkes im
Steinbruchgelände |
| 1962 |
Bau der Umgehungsstraße |
| 1963 |
Die Kirche wird innen renoviert |
| 1968 |
Großbrand bei Walter
Reuter |
| 1969 |
5O jähriges Jubiläum
der Spar- und Darlehnskasse, Ende der Schule |
| 1970 |
Fusion der Spar- und Darlehnskasse
mit der Volksbank Gladenbach |
| 1971 |
Zwei Kinder ertrinken im
Feuerlöschteich |
| 1972 |
20 jähriges Bürgermeisterjubiläum
von Heinrich Pfeiffer. Fünf Steinbruchfirmen stellen den Diabasabbau
ein |
| 1973 |
Neuer Jagdpächter wird
Hubert Winter, Wetzlar |
| 1976 |
Das Backhaus wird Jugendraum |
| 1977 |
Das Jagdhaus wird durch
Brand zerstört |
| 1978 |
Die Kirche wird von außen
renoviert |
| 1979 |
Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses |
| 1980 |
Bau der Friedhofshalle |
| 1982 |
Eine der beiden unter Naturschutz
stehenden Linden auf dem Friedhof wird vom Sturm umgeworfen |
| 1985 |
Hundertjähriges Jubiläum
der Gaststätte Pfeiffer; der Feuerlöschteich wird Zisterne; Einbruch
eines Stollens unter der Straße nach Bottenhorn. Die Einbruchstelle
wird mit 23 cbm Beton verfüllt. |
| 1986 |
Der Schlachtraum im DGH
wird fertiggestellt. |
Rachelshausens sehr schöne,
barocke Fachwerkkapelle.
Foto: Bernd Nassauer
28/06/2000
|