Rezepte von
"Anno Dazumal"
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Brotsuppe: |
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Alte
Brotkrüstchen (Endstücke)
1
Löffel Schmalz
1
Zwiebel gewürfelt
Wasser
Maggiwürfel
(Fleischbrühe)
Salz
1
Eigelb |
Zunächst
Zwiebel würfeln und die Brotkrusten in Bröckchen schneiden. Dann
gibt man Schmalz in einen Topf und schwitzt die Zwiebel darin an. Man gibt
nun die Brotwürfel hinzu und röstet sie an. Danach füllt
man mit Wasser auf und gibt die Maggiwürfel hinzu. Aufkochen und mit
Salz abschmecken. Dann kläppert man ein Eigelb mit etwas kaltem Wasser
und rührt es in die Suppe ein. Nochmals aufkochen. |
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Milchsuppe: |
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1
Liter gute Vollmilch
1/2
Liter Wasser
1
TL Salz
4
EL Butter
4
EL Mehl
1
Eigelb |
Die
Vollmilch mit dem Wasser und dem Salz in einen Topf erhitzen. Währenddessen
erhitzt man die Butter in einer Pfanne und gibt unter Rühren das Mehl
hinzu. Man rührt solange bis das Mehl in der Pfanne gelblich wird
und gibt diese Masse in die heiße Milch. Kurz aufkochen. Dann kläppert
man das Eigelb mit etwas kaltem Wasser und rührt es in die Suppe ein.
Nochmals aufkochen unter gutem Rühren, damit das Ei nicht flockig
wird. |
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Linsensuppe: |
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250
g Linsen
250
g rohe Kartoffeln, gewürfelt
Suppengewürz
Lorbeerblatt
250
g Speck oder Dörrfleisch
1
EL Schmalz
1
EL Mehl
Salz,
Pfeffer |
Die
Linsen mit dem Suppengewürz und dem Lorbeerblatt in einen Topf geben
und mit Wasser auffüllen bis die Linsen gut bedeckt sind. Nach 10
Minuten die klein gewürfelten Kartoffeln zugeben und mit Wasser auffüllen.
So lange weiterkochen bis sich die Schale der Linsen löst und die
Kartoffeln gut durch sind. In einer Pfanne Dörrfleisch oder Speck
auslassen. Einen Löffel Schmalz hinzugeben und das Mehl darin anschwitzen.
Anschließend in die Suppe geben und nochmals aufkochen. Mit Salz
und Pfeffer abschmecken. |
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Saure
Brühe: |
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5
Liter Fleischbrühe
4
große Zwiebeln
5
Brötchen
1
kg frisches, gewürztes Schweinemett
4
Knoblauchzehen
Salz
1
Eßlöffel Majoran
5
Eier
2
Lorbeerblätter
Essig |
Fleischbrühe
mit Zwiebeln (in Scheiben geschnitten) kochen. Brötchen in lauwarmen
Wasser einweichen, mit dem Schneebesen zerschlagen und in die kochende
Fleischbrühe einrühren. Die Knoblauchzehen mit Salz fein zerdrücken,
und mit Majoran hinzugeben. Das Schweinemett in lauwarmen Wasser zu einem
dünnen Brei rühren, in kleinen Portionen in die kochende Fleischbrühe
einrühren und eine halbe Stunde köcheln lassen. Die Eier mit
dem Schneebesen zerschlagen und dann suppenlöffelweise langsam unterrühren,
damit sie nicht gerinnen. Mit Essig abschmecken. |
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Kartoffelsuppe: |
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1,5
Liter Wasser
2
Pfund Kartoffeln
Salz,
Pfeffer, Lorbeerblatt
1
TL Kümmel
1
EL Majoran
1
Zwiebel
Schmalz
Blutwurst
oder Bratwurst nach Belieben |
Kleingeschnittene
Zwiebeln im Topf mit etwas Schmalz glasig dünsten, Kartoffeln schälen
und in Scheiben dazugeben. Alles mit Wasser auffüllen, mit Kümmel,
Lorbeer, Salz, Pfeffer, Majoran würzen. Man kann auch kleine Stückchen
geräucherte Bratwurst hinzugeben (Vorsicht mit dem Salz) Etwa eine
Stunde garkochen und dann mit dem Schneebesen durchschlagen. Hausmacher
Blutwurst aus der Büchse in den leeren Teller löffeln, mit dem
Esslöffel klein machen und die heiße Gedoffelsopp darüber
schöpfen. |
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Ein
komplettes Schlachtessen: (3
Gänge, klassisch) |
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1.
Gang - Wurschtsuppe
1
- 2 frische Blutwurst (Wellwürstchen,
keine
Griebenrotwurst)
1
- 2 frische Leberwurst (Wellwürstchen)
1
Zwiebel
Schmalz
Lorbeerblatt
1
Prise Muskatnuß
Salz,
Pfeffer
Dazu:
Bauernbrot
2.
Gang - Kesselfleisch mit Sauerkraut
Schweinefleisch
(Haxe, Bauch, Oberschale o.ä.)
1
Bund Suppengemüse
Zwiebel
Lorbeerblatt
1
TL Salz
Maggiwürfel
Sauerkraut
Schmalz
Zwiebel
Wacholderbeeren
Kümmel
Frische
Blut- und Leberwurst (Wellwürstchen) pro Person je eine
dazu
Salzkartoffeln oder Kartoffelbrei
1
Glas Rote Rüben
3.
Gang - Saure Brühe (Variation
2)
1
Topf Kalte Fleischbrühe (vom Kochfleisch)
2
alte Brötchen
2
Lorbeerblätter
1
Zwiebel
4-5
Wacholderbeeren
500
g Gewürztes Schweinebrät (oder Mett)
mit
Knoblauch
1
gestr. EL Mehl
1TL-1
EL Essig (5%)
1
Ei |
Wurschtsuppe
Gewöhnlich
ist die Grundlage der Wurstsuppe die Kochbrühe, in der die Wurst und
das Fleisch beim Schlachten im Kessel gekocht wurde. Man kann sie aber
auch ohne Schlachten herstellen. Zunächst entfernt man von der Leberwurst
und der Blutwurst den Darm und gibt den Inhalt in eine Schüssel. Dann
gibt man etwas lauwarmes Wasser hinzu, und verrührt alles zu einem
feinen Brei Diesen gibt man in einen Topf, füllt mit Wasser auf und
läßt langsam aufkochen. In einer Pfanne dünstet man eine
klein gewürfelte Zwiebel in Schmalz glasig und gibt sie mit einer
Prise Muskatnuß und dem Lorbeerblatt zur Suppe. Diese läßt
man eine Weile leise weiterköcheln und schmeckt anschließend
mit Salz und Pfeffer ab. Zur Wurstsuppe reicht man Bauernbrot.
Kesselfleisch
mit Sauerkraut und Wellwürstchen:
Zuerst
bringt man eine ausreichende Menge Wasser mit dem Suppengemüse, einer
grob geschnittenen Zwiebel und dem Lorbeerblatt zum Kochen. Danach gibt
man das Fleisch mit dem Maggiwürfel und dem Salz hinein und läßt
so lange leise weiterköcheln, bis das Fleisch schön weich ist.
Die Brühe schüttet man später ab und läßt sie
als Grundlage für die Sauerbrühe etwas abkühlen. In der
Zwischenzeit schwitzt man in einem Topf mit etwas Schmalz eine klein gewürfelte
Zwiebel an, löscht mit etwas Wasser oder Wein ab und gibt das Sauerkraut
hinzu. Mit den Wacholderbeeren und dem Kümmel läßt man
das Sauerkraut eine gute Weile langsam köcheln und gibt später
die Wellwürstchen und das Kesselfleisch hinein. Nun gart man den Krauttopf,
bis das Sauerkraut schön weich ist. Anstatt Sauerkraut oder alternativ
kann man auch Sauergemois nehmen. Dazu reicht man Salzkartoffeln oder Kartoffelbrei
und eingemachte Rote Rüben.
Sauerbroih
In
die erkaltete Fleischbrühe, die beim Kochen des Fleisches entstanden
ist, gibt man die Brötchen hinein. Danach läßt man die
Brühe langsam köcheln, bis die Brötchen schön aufgeweicht
sind. Nun schlägt man mit dem Schneebesen die Brötchen klein
und gibt Lorbeerblatt, 1 kleingeschnittene oder gewürfelte Zwiebel
und die Wacholderbeeren hinein. Man läßt langsam weiterköcheln
und rührt ab und zu um. In eine Schüssel mit etwas lauwarmen
Wasser gibt man das mit Knoblauch gewürzte Schweinebrät hinein
und rührt dieses zu einem Brei. Diese Masse gibt man nun in die köchelnde
Brühe und rührt gut um. In einer Tasse rührt man 1 EL Mehl
mit etwas Wasser glatt und gibt dies zum Binden in die Brühe. Mit
Essig und (falls nötig) evtll. noch etwas Salz schmeckt man die Brühe
(vorsichtig) ab. Zum Schluß verquirlt man noch ein Ei mit etwas Wasser
und gibt dies unter Rühren in die heiße Brühe. |
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Haltbarmachen
von Kochfleisch und Schinken: |
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| Technisch
benötigt man:
Eine
Fleischwanne mit Abflußstopfen (möglichst aus Holz),
Eimer,
Wurstkordel,
eine
Trockenvorrichtung zum Lufttrocknen draußen oder unter einer Überdachung,
eine
Räucherkammer (zum Kalträuchern, optimal im Dachboden),
Buchenholz,
ein
gut durchlüfteter Raum mit Fliegengittern,
Vorratsschrank
mit Fliegengitter
man
braucht auf 50 kg Fleisch (Schweineschulter, Schweinebauch, Hinterschinken):
5
kg Salz (für die Salzlake)
10
Liter Wasser,
zusätzlich
Salz zum Einreiben, |
Zunächst
löst man vorsichtig den Knochen aus dem Hinterschinken aus. Dann reibt
man die Fleischstücke sorgfältig mit Salz ein. In einem großen
Topf bringt man nun das Salzwasser zum Kochen. Danach stellt man die Salzlake
kalt. Am nächsten Tag reibt man das Fleisch nochmals mit Salz ein
und schichtet es dicht in die Fleischwanne. Dabei muß man darauf
achten, daß sich zwischen den Fleischstücken möglichst
wenig Zwischenraum befindet. Nun übergießt man das Fleisch mit
der kalten Salzlake. Mindestens fünf Wochen lang muß man nun
alle zwei Tage das Wasser am Abflußstopfen in einen Eimer ablassen
und das Fleisch wieder damit begiessen, damit sich die Lake gut verteilt.
Nach dieser Prozedur kann nun das Fleisch entnommen werden. Mit kaltem
Wasser wird das Salz abgewaschen. Mithilfe eines Kordels wird das Fleisch
nun an einer Trockenvorrichtung draussen an einen luftigen, jedoch geschützten
Ort gehängt. Die Temperaturen sollten nicht unter dem Gefrierpunkt,
jedoch kühl sein. Nach drei bis vier Tagen, je nach Luftfeuchtigkeit,
kann nun daß Fleisch zum Räuchern in die Räucherkammer
gehängt werden. Früher war es so, daß man im unteren Stockwerk
dann nur Buchenholz geheizt hat, während dieser Buchenrauch mit einer
Klappe im Schornstein durch die Räucherkammer im Dachboden umgelenkt
wurde. Danach hängt man die Fleischstücke in einen Vorratsschrank,
der mit einem Fliegengitter ausgestattet ist. In diesem Vorratsschrank
befinden sich auch die anderen Räucherwürste wie Bratwürste,
Presskopf, Blutwurst, Leberwurst, aber auch Schmalz. Der Raum in dem sich
der Schrank befindet, sollte stets gut durchlüftet sein. Deshalb sollte
man auch hier auf Fliegengitter an den Fenstern achten. Der geräucherte
Schinken wird zum Verzehr auf Brot verwendet, während die Schulter-
und Bauchstücke vorwiegend als Kochfleisch genutzt werden. |
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Ein
Sonntagsessen "Anno Dazumal": |
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-
Fleischsuppe mit Einlage
-
Kochfleisch mit Salzkartoffeln, Gemüse
der
Saison:
Spinat oder Möhren (im
Sommer)
Wirsing, Schneidkohl oder Kohlraben (im Herbst), Sauergemois oder Sauern
Buhne (im Winter und Frühjahr),
Rote
Beete.
-
Vanillepudding
Für
die Suppe:
Fleischbrühe
von dem Kochfleisch
Einlage:
Reis, Gries, Gerste oder Nudeln
oder
gekläppertes Eigelb
Für
das Kochfleisch:
geräuchertes
Schweinefleisch (Dörrfleisch, Schulter oder Bauch, siehe Herstellung
Kochfleisch)
1
Bund Suppengrün
Wasser |
Man
gibt das Fleisch in einen Topf mit kochendem Wasser, gibt Suppengrün
hinzu und läßt es ca. 1,5 bis 2 Stunden köcheln. Salz ist
bei geräuchertem Fleisch nicht nötig. Man kann je nach Geschmack
auch einen Maggiwürfel beigeben. Danach passiert man die Fleischbrühe
durch ein Sieb, gibt die Einlage (Reis, Nudeln, Gries oder Gerste) hinzu,
kocht sie kurz auf, und lässt sie weiterköcheln bis die Einlagen
gar sind. Man kann auch ein mit etwas kaltem Wasser gekläppertes Eigelb
verwenden. Zu dem Kochfleisch serviert man Salzkartoffeln, Gemüse
der Saison und eventuell auch eingemachte Rote Beete. Als Nachtisch wurde
zu besonderen Anlässen auch mal Vanillepudding gereicht. Vanillepudding
gab es damals schon in Tütchen als Fertigpulver (Dr. Oetker). Abends
wurde das Kochfleisch auch gerne kalt und in Scheiben geschnitten auf frischem
Brot gegessen. Dieses Sonntagsessen wurde meist in größeren
Mengen gekocht. Die Reste gab es dann Montags gewärmt. Die restlichen
Kartoffeln wurden als Bratkartoffeln verwendet und wenn nicht mehr soviel
Fleisch da war, gab es auch mal ein paar Spiegeleier zusätzlich. |
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Pellkartoffel
mit Quark oder Salzhering:
Arme-Leute-Essen |
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| Kartoffeln,
möglichst festkochend
Quetschehoingk
(Zwetschgenmus)
Quark
und süße Sahne oder Buttermilch
Schnittlauch
Salzheringe
Leiermilch
(fettarme Milch)
Zwiebeln
Boskoop-Apfel
Essig
Schmand
(Sauerrahm)
Lorbeerblatt |
Wenn
es Pellkartoffeln gab, stand ein Topf mit Quetschehoingk (Zwetschgenmus)
immer mit auf dem Tisch. Es gab dazu frische Buttermilch, oder auch Quark,
den man erst mit der Gabel gut zerdrückt hat, und mit guter frischer
Sahne verrührt hat. Vielleicht auch etwas Schnittlauch hinzu. In guten
Zeiten hat man auch schon mal ein dick geschmiertes Butterbrot dazu gegessen.
Oft gab es auch Salzheringe dazu, die damals ja nicht teuer waren. Man
bewahrte meist ein Fäßchen mit Salzheringen im Keller auf.
Die
Salzheringe ausnehmen und putzen. Über Nacht in Leiermilch (fettarme
Milch, die beim Buttermachen übrig geblieben ist) einlegen, oder wässern.
Am nächsten Tag abwaschen, in Stücke schneiden und mit dünn
geschnittenen Zwiebeln, in Würfeln geschnittenen Boskoop-Äpfeln,
Essig, frischem Schmand (Sauerrahm) und Lorbeerblatt vermischen und
abschmecken. |
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Schnitze:
(Getrocknetes
Obst in früheren Zeiten) |
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| Wenn
es reichlich Zwetschgen und eine kleine Sorte Birnen gab, war Hochsaison
im Dörren. Da wir unser altes Backhaus hatten, was dieses kein Problem.
Wichtig für den ganzen Ablauf war, daß der Backofen, der ja
zum Brot- und Kuchenbacken diente, die ganze Woche über gut genutzt
wurde und von daher eine gute Temperatur hatte. Von den gepflückten
Zwetschgen wurden nur die schönen, festen genommen, denn in den weichen
hätten ja Würmer sein können. Die Birnen wurden gerüttelt,
gewaschen und dann für denselben Zweck verwendet. Nun wurde alles
auf ein Wägelchen geladen und ab ging es, ins Backhaus. Dort gab es
für uns Kinder den größten Spaß, denn den Backofen
musste man mit einer kleinen Leiter besteigen. Der Abstand zwischen Backofen
und Decke war höchstens ein Meter. Die ganzen Zwetschgen und Birnen
mussten im Kriechvorgang aufgeschüttet werden. Da waren wir Kinder
die geeigneten Helfer. Meistens war es so, daß zwei bis drei Familien
zur gleichen Zeit dörrten. Die rüchte mussten täglich gewendet
werden. Dabei gab es viel Spaß aber auch Ärger. Nach ungefähr
vier bis fünf Tagen war das Dörrobst gut. Es konnte aber auch
vorkommen, daß, wenn vier- bis fünfmal an einem Tag Brot gebacken
wurde, die Hitze so stark war, daß die Zwetschgen und Birnen auf
der Unterseite "blestrich" wurden, das heißt, die Haut trennte sich
vom Fruchtfleisch und es gab eine Wölbung. Diese Früchte waren
dann nicht mehr so gut. Das fertig getrocknete Obst wurde zu Hause in ein
weißes Leinensäckchen gegeben und auf den Speicher gebracht.
Für uns Kinder war das oftmals ein Leckerbissen, wenn wir eine Schürzentasche
voll Dörrobst beim Schlittenfahren naschen konnten. Hauptsächlich
wurde das getrocknete Obst im Winter zu Mehlspeisen gegessen. Man hatte
ja wenig Einmachgläser und Gefriertruhe war ein Fremdwort. |
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Stranze
mit Dörrobst:
Einen Tag vorher zubereiten |
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für
das Dörrobst:
Dörrobst
nach Belieben
(getr.
Äpfel, Birnen, Zwetschgen)
etwas
Wasser,
Zucker
für
die Stranze:
1
Liter Milch
1
TL Salz
1-2
Scheiben Dörrfleisch
frische
Butter
4
Eier
Mehl |
Einen
Tag vorher bereitet man das Dörrobst vor. Man gibt Dörrobst nach
Belieben in einen Topf, füllt etwas Wasser auf und erhitzt das Obst
bis es weich und saftig ist. Danach bestreut man es mit Zucker und stellt
den Topf über Nacht an einen kühlen Ort.
Für
die Stranze bringt man nun am nächsten Tag die Milch mit dem Salz
in einem Topf zum Kochen. Dann nimmt nun die Milch vom Herd. In einer Pfanne
läßt man nun das gewürfelte Dörrfleisch aus, nimmt
sie vom Herd und gibt zum Schluß ein gutes Stück frische Butter
hinzu. Man kläppert nun die Eier und gibt diese unter ständigem
Rühren vorsichtig nach und nach in die mittlerweile etwas abgekühlte
Milch. Danach rührt man schnell so viel Mehl ein, bis sich ein fester
Teig bildet, der sich vom Topfboden löst. Mit einem Eßlöffel
nimmt man nun abwechselnd etwas ausgelassenes Fett aus der Pfanne und sticht
dann jeweils kleine Klößchen aus der Teigmasse heraus, die man
in eine Schüssel gibt. Zum Schluß begießt man die Klößchen
in der Schüssel mit dem restlichen Fett. Dazu reicht man das Dörrobst. |
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Schnitzepfeffer:
(Sehr
altes Rezept)
Süßspeise |
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1
Handvoll Birnen
1
Handvoll Zwetschgen
1
Handvoll Schnitze (getrocknete Äpfel)
etwas
Butter
Wasser,
etwas Zucker
etwas
Mehl, Milch, Wasser zum Abbinden |
Birnen
und Zwetschgen klein schneiden, mit den getrockneten Früchten in einen
Topf mit Butter geben und das Ganze etwas andünsten. Mit Wasser und
etwas Zucker auffüllen und gar kochen. Danach mit Mehl und etwas Milch
und Wasser abbinden und abschmecken. |
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Saures
Gemüse:
Vorratshaltung |
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Steintopf
bzw. Krautfass
Einige
frische Wirsingköpfe
Salz
(Menge richtet sich nach
Wirsingmenge)
Abgekochtes
Wasser
Stein
zum Beschweren
(vorzugsw.
Feuerstein)
Schmalz
Zwiebel
Kartoffeln
Original
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Der
Wirsing wird geputzt, gewaschen und in Blätter geteilt. Dann wird
in den Steintopf (oder Krautfass) jeweils abwechselnd eine Schicht Wirsing
(3 jeweils mit 2 Händen geraffte Portionen), sowie eine knappe Hand
voll Salz hineingeschichtet, bis der Topf voll ist. Gut einstampfen bis
der Wirsing etwas Wasser zieht. Das Fass mit dem abgekochten Wasser auffüllen,
bis der Wirsing bedeckt ist. Dann ein sauberes Leinentuch darauf legen
und mit einem Brettchen und dem Stein beschweren und das Fass mit dem Deckel
zudecken. Mindestens 6 Wochen ruhig an einem kühlen Ort (kühler
Keller) zum Gären stehen lassen. Tuch öfters auswaschen und Brett
und Stein reinigen. Danach kann portionsweise das Gemüse zum Kochen
entnommen werden.
Zubereitung:
Das
Sauergemüse wird nach dem Entnehmen ein paar Stunden gewässert
(damit es nicht mehr salzig ist). In einem Topf wird mit Schmalz eine gewürfelte
Zwiebel angedünstet. Dann gibt man die zerkleinerten, Wirsingblätter
und (nach Geschmack) einige klein gewürfelte Kartoffeln hinein, füllt
mit etwas Wasser auf und lässt das Gemüse etwa 30-40 Minuten
weiterköcheln. |
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Saure
Bohnen:
Vorratshaltung |
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Steintopf
bzw. Krautfass
10
kg Bohnen
500
g Salz
500
g Zucker
Abgekochtes
Wasser
Stein
zum Beschweren
(vorzugsw.
Feuerstein)
Schmalz
Zwiebel
Original
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Die
Bohnen putzen, abfaedeln und schnippeln. Wasser mit etwas Salz zum Kochen
bringen, die Bohnen ca. 3 Minuten darin blanchieren, abseihen und erkalten
lassen. Nun die erkalteten Bohnen abwechselnd mit dem Salz und Zucker in
einen Steintopf schichten und feststampfen, bis Fluessigkeit darueber steht.
Ein sauberes Leinentuch darauf legen und mit einem Brettchen und Stein
beschweren und das Fass mit dem Deckel zudecken. Mindestens 6 Wochen ruhig
an einem kühlen Ort (kühler Keller) zum Gären stehen lassen.
Tuch öfters auswaschen und Brett und Stein reinigen. Danach kann portionsweise
das Gemüse zum Kochen entnommen werden.
Zubereitung:
Die
Sauernbuhne werden nach dem Entnehmen ein paar Stunden gewässert (damit
sie nicht mehr so salzig sind). In einem Topf wird mit Schmalz eine gewürfelte
Zwiebel angedünstet. Dann gibt man die Bohnen hinein, füllt mit
etwas Wasser auf und lässt das Gemüse etwa 30-40 Minuten weiterköcheln. |
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Sauerkraut:
Vorratshaltung |
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Steintopf
bzw. Krautfass
Einige
frische Weißkrautköpfe
Äpfel
Wacholderbeeren
Salz
(Menge richtet sich nach Krautmenge)
Abgekochtes
Wasser
Stein
zum Beschweren
(vorzugsw.
Feuerstein)
Schmalz
Zwiebel
Kümmel
Wachholderbeeren
Lorbeerblatt
Original
Gärtöpfe in verschiedenen Größen gibt es bei: www.steinzeugshop.de |
Zunächst
die Weißkraut-Köpfe auf einem Krauthobel kleinhobeln. Danach
mit ein paar Wachholderbeeren und kleingeschnittenen Äpfeln abwechselnd
mit dem Salz in einen Steintopf schichten und feststampfen, bis Fluessigkeit
darueber steht. Ein sauberes Leinentuch darauf legen und mit einem Brettchen
und Stein beschweren und das Fass mit dem Deckel zudecken. Mindestens 6
Wochen ruhig an einem kühlen Ort zum Gären stehen lassen. Tuch
öfters auswaschen und Brett und Stein reinigen. Danach kann portionsweise
das Gemüse zum Kochen entnommen werden.
Zubereitung:
Das
Kraut wird nach dem Entnehmen ein paar Stunden gewässert (damit es
nicht mehr so salzig sind). In einem Topf wird mit Schmalz eine gewürfelte
Zwiebel angedünstet, löscht mit etwas Wasser oder Wein ab und
gibt das Sauerkraut, etwas Kümmel, ein paar Wachholderbeeren und Lorbeerblatt
hinzu und läßt das Gemüse etwa 30-40 Minuten langsam weiterköcheln. |
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Wirsinggemüse
(Saison
Herbst-Winter)
Gemüse |
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Wirsingkopf
Wasser,
Salz
Prise
Natron
Schmalz
1
Zwiebel
2
EL Mehl
Pfeffer,
Salz |
Zunächst
putzt man den Wirsingkohl. Man entfernt den Strunk und welke Blätter.
Man wäscht ihn und zerpflückt ihn mit der Hand in kleine Stücke.
Dann kocht man den Kohl in einem Topf mit Salzwasser und einer Prise Natron
(dadurch bleibt er grün) bis die harten Teile der Blätter weich
sind und sich biegen lassen. Nun gießt man das Kochwasser ab und
dreht den Kohl durch den Fleischwolf. In einem Topf dünstet man nun
in heißem Schmalz eine gewürfelte Zwiebel glasig. Man verrührt
2 EL Mehl mit etwas Wasser glatt und rührt es in das Fett. Dann gibt
man den zerkleinerten Kohl hinzu und rührt gut durch. Etwas köcheln
lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. |
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Spinat:
(Saison
Sommer)
Gemüse |
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Blattspinat
Wasser,
Salz
Prise
Natron
Schmalz
1
Zwiebel
2
EL Mehl
Salz
Butter |
Zunächst
wäscht man die Spinatblätter und zerpflückt ihn mit der
Hand in kleine Stücke. Dann kocht man den Spinat in einem Topf mit
Salzwasser und einer Prise Natron (dadurch bleibt er grün) weich.
Nun gießt man das Kochwasser ab und dreht den Spinat durch den Fleischwolf.
In einem Topf dünstet man nun in heißem Schmalz eine gewürfelte
Zwiebel glasig. Man verrührt 2 EL Mehl mit etwas Wasser glatt und
rührt es in das Fett. Dann gibt man den zerkleinerten Spinat hinzu
und rührt gut durch. Etwas köcheln lassen und mit Salz
abschmecken. Man gibt vor dem Servieren ein noch Stück gute Butter
oder Rahm hinzu. |
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Schneidkohl:
(Saison
Herbst)
Gemüse |
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Schneidkohl
Wasser,
Salz
Prise
Natron
Schmalz
1
Zwiebel
2
EL Mehl
Salz,
Butter
für
die Sahnesoße:
Butter
Mehl
Sahne
Salz
frische
Petersilie |
Zunächst
trennt man die harten Rippen des Schneidkohls von den Blättern und
bewahrt sie auf. Die Blätter zerpflückt man mit der Hand in kleine
Stücke und kocht sie in einem Topf mit Salzwasser und einer Prise
Natron weich. Nun gießt man das Kochwasser ab und dreht die Blätter
durch den Fleischwolf. In einem Topf dünstet man nun in heißem
Schmalz eine gewürfelte Zwiebel glasig. Man verrührt 2 EL Mehl
mit etwas Wasser glatt und rührt es in das Fett. Dann gibt man den
zerkleinerten Kohl hinzu und rührt gut durch. Etwas köcheln lassen
und mit Salz abschmecken. Man gibt vor dem Servieren ein noch Stück
gute Butter oder Rahm hinzu.
Die
ausgelösten, weißen Rippen zieht man ab (Fasern entfernen) und
kocht sie in etwas Salzwasser weich. In einem Topf läßt man
ein Stück Butter aus und dünstet etwas Mehl darin an. Dann gibt
man frische Sahne hinzu, läßt kurz aufkochen und schmeckt mit
etwas Salz ab. Die Sahnesoße gießt man über die Rippen
und bestreut mit frisch gehackter Petersilie. |
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Kohlraben:
(Saison
Herbst)
Gemüse |
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Kohlraben
Wasser,
Salz
Schmalz,
1
Zwiebel
Wasser
oder Fleischbrühe
Mehl
Salze |
Zunächst
werden die Kohlraben geschält und in Scheiben geschnitten. Dann gibt
man sie in Salzwasser, läßt kurz aufkochen und schüttet
das Wasser wieder ab (der bittere Kohlgeschmack geht so verloren). Dann
dünstet man in einem Topf mit heißem Schmalz eine gewürfelte
Zwiebel glasig und schwenkt anschließend die Rübenscheiben darin.
Man gießt etwas Wasser oder Fleischbrühe auf und läßt
solange köcheln bis das Gemüse weich ist. Man entnimmt etwas
von dem Kochsud, rührt mit etwas Mehl glatt und gibt es zurück
ins Gemüse. Danach mit etwas Salz abschmecken. |
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Möhrengemüse:
(Saison
Sommer)
Gemüse |
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Möhren
Wasser
1
TL Salz
1
TL Zucker
Butter
1
EL Mehl
frische
Petersilie |
Die
Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Danach in einen Topf
mit etwas Wasser, Salz und Zucker geben. Die Möhren weichkochen lassen.
Dann gibt man ein Stück gute Butter dazu. Man rührt Mehl mit
etwas Wasser glatt und gibt es zum Möhrengemüse. Man schmeckt
ab mit etwas Salz und Zucker. Anschließend bestreut man mit frisch
gehackter Petersilie.
Variante:
Man
kann mit den Möhrenscheiben auch die gleiche Menge gewürfelte,
rohe Kartoffeln mitkochen. |
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Radonkuchen:
Kuchen |
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500g
Mehl
1/4
Liter lauwarme Milch
40g
Hefe
150g
Butter
5
Eier
125g
Zucker
Salz
Rosinen
evtll.
Zitrone oder Vanillearoma |
Hefe
in der lauwarmen Milch auflösen und mit dem Mehl zu einem Hefeteig
verarbeiten und gehen lassen. In der Zwischenzeit die warme Butter zu Schaum
rühren und nach und nach die Eier dazuschlagen. Zucker, eine Prise
Salz und Rosinen dazugeben. Nach Belieben kann man auch etwas geriebene
Zitronenschale oder Vanille unterrühren. Den Hefeteig dazugeben und
schlagen bis sich der Teig vom Löffel löst. Eine Bundkuchenform
gut fetten und den Teig hineinfüllen. Den Kuchen nun nochmal mindestens
eine Stunde gehen lassen und dann bei 180° eine Stunde backen. |
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Mattekuchen:
Kuchen |
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Teig:
500g
Mehl, 40g Hefe, 60g Zucker,
75g
Fett (Butter), 1/4 Liter Milch,
1
Prise Salz
Belag:
1200g
Quark (Matte), 3 EL Öl,
4
EL Zucker, 1 Prise Salz, 1 Eiweiß,
60g
Butter, 1 TL Mehl
Aufstrich:
1
Becher Sauerrahm (Schmand), 2 EL Zucker,
1
Prise Salz, 1 Eigelb, 1 TL Mehl,
60g
Butter |
Das
Mehl auf eine Arbeitsfläche sieben und in die Mitte eine Mulde drücken.
Hefe in der lauwarmen Milch und Zucker auflösen und in die Mulde geben
mit den Butterflocken und der Prise Salz zu einem Hefeteig kneten. An einem
warmen Ort zugedeckt gehen lassen. Für den Belag in einer Pfanne die
Butter bräunen und diese mit Quark, Öl, Zucker, Salz, und Mehl
gut verrühren. Dann das steifgeschlagene Eiweiß gut unterheben.
Den Hefeteig nochmals kneten und auf ein gut gefettetes Blech ausrollen.
Darauf den Quark-Belag streichen. Für den Aufstrich den Rahm mit dem
Eigelb, Zucker, Salz und Mehl cremig schlagen und auf den Quarkbelag streichen.
Die restliche Butter bräunen und mit einem Löffel auf dem Kuchen
verteilen. Bei 180 - 200° ca. 30 Minuten backen. |
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Spritzgebackenes:
Weihnachtsplätzchen |
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375g
Butter
250g
Zucker
2
Vanillezucker
Prise
Salz
250g
Mehl
250g
Gustin (Speisestärke)
125g
gemahlene Hasselnüsse |
Zunächst
die Butter schaumig rühren. Dann gibt man nach und nach Zucker, Vanillinzucker
und Salz hinzu. Das Gustin wird mit einem Teil des Mehles gemischt und
untergerührt. Dann knetet man die Nüsse und den Rest des Mehls
unter den Teig und lässt diesen etwa eine Stunde ruhen. Der Teig wird
durch einen Fleischwolf mit Aufsatz geleiert. Die geformten Plätzchen
legt man auf ein Backblech und backt im vorgeheizten Backofen bei 190°
etwa 10 Minuten. |
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Butterplätzchen:
Weihnachtsplätzchen |
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1000
g Butter
1500
g Zucker
2
Pck. Vanillezucker
8
Eier
2
Pck. Backpulver
2000
g Mehl |
Die
weiche Butter mit dem Zucker, Vanillezucker und den Eiern schaumig schlagen,
bis der Zucker gut gelöst ist und eine cremige Masse entsteht. Das
Mehl mit dem Backpulver mischen und nach und nach mit der Masse zu einem
Teig kneten. Diesen über Nacht kalt stellen. Am nächsten Tag
auf einer bemehlten Arbeitsfläche 3 mm dick ausrollen, Figuren ausstechen
und auf einem Backblech ca 10 Minuten bei 180-190° backen. |
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Brotbacken:
Vorratshaltung |
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1
handvoll Sauerteig (Hefeling)
(entweder
vom vorherigen Brotbacken aufgehoben, oder vom Bäcker oder Bekannten
geliehen)
etwas
lauwarmes Wasser
4
Hände Salz
60
Pfund (30 kg) Roggenmehl
3/4
Eimer voll lauwarmes Wasser
Die
Mengenangaben beziehen sich auf etwa 60 Pfund Roggenmehl. Früher ergab
die Ausbeute von einem Zentner Roggenkorn etwa 60 Pfund Roggenmehl und
40 Pfund Kleie. Wer weniger backen möchte, muß es sich dementsprechend
umrechnen. |
Zunächst
bereitet man am Vorabend den Sauerteig vor. Man nimmt den Sauerteig und
läßt ihn mit etwas lauwarmen Wasser an einem warmen Ort über
Nacht gären, damit sich der Hefeling entwickelt. Am nächsten
Tag holt man sich den Backtrog (Moul) an einen warmen Ort und füllt
das Roggenmehl hinein. Die eine Hälfte des Mehls platziert man im
Trog auf einer Seite, während die andere Hälfte in der Mitte
des Troges wie eine Art Damm bildet. Nun gibt man zu dem gegärten
Hefeling 4 Hände Salz hinzu und gibt die Hefemasse in die Mehlmulde.
Dort gibt man nun auch einen 3/4 Eimer lauwarmes Wasser hinzu und knetet
von Hand gut durch bis ein schöner Brotteig entsteht. Nun läßt
man den Teig gehen. Wenn der Teig im Backtrog aufgegangen ist, formt man
die Brote und sticht ein paar Löcher hinein. Eine handvoll Teig legt
man zurück und zerbröselt ihn zwischen den Fingern zu kleinen,
grießgroßen Kügelchen, die man auf einem Blech trocknen
läßt und anschließend in ein kleines Säckchen füllt.
Dies gibt der Hefeling für das nächste Brotbacken
Man
gibt nun die Brote in den gut vorgeheizten Backofen. Nach etwa 30 Minuten
holt man die Brote heraus und bestreicht sie mit etwas kaltem Wasser. Dann
gibt man sie wieder für weitere 30 Minuten in den Backofen, wo sie
fertiggebacken werden.
Brote
können ohne weiteres 14 Tage gelagert werden, ohne daß sie hart
werden. Zunächst läßt man zwischen den frischen Broten
etwas Abstand, dann bewahrt man sie dicht zusammengelegt unter einem weißen
Tuch auf. |
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Bräterkuchen
mit Äpfelstücker: (wurde
beim Brotbacken hergerichtet)
einfaches Essen |
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Äpfel
Zucker
Schmalz
1
Schüssel voll Kartoffeln
2
Eier
Salz |
Am
Vortag schält man bereits die Äpfel, entfernt das Kerngehäuse
und schneidet sie in Stücke. Nachdem die Apfelstücke mit etwas
Wasser in einem Topf aufgekocht wurden, werden sie über Nacht kaltgestellt.
Am nächsten Tag fettet man einen Gußbräter reichlich mit
Schmalz ein. Die Kartoffeln werden geschält und gerieben. Anschließend
fügt man noch zwei Eier und Salz hinzu und gibt die Masse in den Gußbräter.
Diesen Bräterkuchen hat man früher ins Backhaus mitgenommen und
zusammen mit den Broten im Ofen mitgebacken. Der Bräterkuchen wird
mit den Apfelstücken serviert. |
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Zwetschgenbrot:
(wurde
beim Brotbacken hergerichtet)
einfaches Essen |
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Sauerteig
entsteinte
Zwetschgen |
Wenn
die Zwetschgen reif waren, hat man auch oft frischen Brotteig dick mit
frischen Zwetschgen belegt, den man dann zusammen mit dem Brot mitgebacken
hat. |
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Schnapsbrot:
Hausmittel |
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Eine
Scheibe Brot
Ein
Schnapsglas Kornschnaps
Zucker
zum Bestreuen |
Man
begießt die Brotscheibe mit dem Kornschnaps und streut anschließend
etwas Zucker darüber.Wenn man müde und abgespannt ist, hilft
einem das wieder auf die Beine. |
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